Submitted by andrea on Wed, 05/20/2020 - 16:26

Nachdem ich mich nur für ein Nickerchen hingelegt hatte, wachte ich recht schnell wieder auf und ging, wie es meine Routine ist, gleich zum Schreibtisch um den Laptop hochzufahren und mir anschließend einen Kaffee zu machen.
Mein Laptop war zur Seite geschoben, daneben stand ein größeres Exemplar. Ich war verwundert und versuchte, meinen Grips anzustrengen: Wie kam ich zu diesem Gerät? Hatte ich einen Blackout gehabt? Wer könnte mir das geliehen haben?
Eine plötzliche Benommenheit überfiel mich, leichter Schwindel, ich musste mich sofort hinlegen und schlief wieder ein. Als ich das zweite mal wach wurde, überwog das Misstrauen und ich nahm all meinen Mut zusammen und guckte ins Bad. Tatsächlich, dort hatte sich mein Expartner versteckt. Er lächelte mich freundlich an. Dann wieder Benommenheit Schwindel. Mein Exfreund nahm mich am Arm und führte mich zum Bett, wo ich sofort wieder einschlief.
Beim dritten Erwachen war die Wohnung in einem heillosen Durcheinander, der Bettkasten aufgezogen, über der Stuhllehne am Tisch hing ein Bettlaken. Eines, das ich ganz sicher nicht besaß. Immerhin war ich mir jetzt sicher, dass ich absolut in der Klemme saß und dass ich unter Drogen gesetzt worden war. Als mich wieder der Schwindel packte, führte mich mein Ex wiederum zum Bett, nicht ohne säuselnd-freundlich zu sagen: Aber erst ziehen wir die Hose aus!
Nach dem vierten Aufwachen schaffte ich es zur Wohnungstür, riss sie auf und rief lautstark mit immer wieder versagender Stimme um Hilfe. Ich schlug auf meinen Ex ein, hatte aber keine Chance. Da war es aus mit mir. Und dann wachte ich wirklich auf, Gott sei Dank.

So etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt. Meine hochmetaphorischen detailreichen Träume spielen immer in einer irrwitzig verzerrten Atmosphäre. Dieser Traum fühlte sich absolut real an. Die Wohnung war bis auf die genannten Details unverändert, eindeutig meine Wohnung. In einer Zeitschleife habe ich mich bisher auch noch nicht befunden, das ist neu.