Gezählt, gewogen und geteilt, gehe ich unter unter’m Universum. Gewichtslos, gesichtslos, der Materie entkleidet. Ich fahre als Windhauch über die leeren Flächen der La Mancha und treibe Mühlen an. Geschichtslos verharre ich im Staub. Ich muss lachen, als man mich in die Grube wirft, weil die Hand des Soldaten meine Achsel kitzelt. Die Kinder lachen. Die Löwen blecken ihre Zähne, dass es scheint, als grinsten sie. Es dauert, ich hocke und warte. Mit Löwen kann man nicht Karten spielen. Die Löwen werden an den Zirkus verkauft und ich reise weiter nach Ávila. Dios no se muda, never ever.
Und ich bitte um ein namenloses Armengrab. Das ist alles. Irgendwann. Die Zeit ist in einem Uhrwerk gefangen und hat keine Bedeutung. Sie ist Knecht, nicht Meister. Einem Knecht unterwirft man sich nicht.
Der König ist tot. Lang lebe der König. Die Münzen werden eingeschmolzen und neu geprägt. Die Deutungshoheit über mein Leben gebe ich nicht ab. Meine Herrschaft währt bis zum letzten Tag in der Sonne. Dann schweige ich. Nur für heute, wie die Anonymen Alkoholiker sagen.
Ich bin allein in meiner Sucht. Ein Extrablatt, bedeutungslos, Feuilleton.

 

Morgen gehe ich einem Tagewerk nach, Beschäftigung, Betriebsamkeit. Die laute Welt verlangt Sinn von mir, wo keiner ist. Ich beuge mich, verdiene Lohn. Morgen.

Mein Morgen wird kalt sein. Mein Morgen wird weder Überraschung noch Enttäuschung sein. Eher ein Stilleben, ich als Gefangene darin. Kann ich mich bewegen? Leben ist Bewegung und ich bin starr vor Schreck.